«Wer waren diese Wesen, die vor 1400 Jahren aus der Lichtung an der Steinach vertrieben wurden – mit einem Wehklagen über den Tod der Ihrigen: «Was sollen wir tun und wohin uns wenden? Wegen jenes Fremdlings dürfen wir nicht mehr hier wohnen, weder bei den Menschen noch auch nur in den Einöden.»
Quelle: Johannes Duft aus ‹Die Lebensgeschichte des heiligen Gallus und Otmar› Die Frauen, denen Gallus in der Mühlenenschlucht begegnete, sind mythische Wesen. Vielleicht sind die durch die Missionierung Vertriebenen auch einfach frühere Bewohner/innen oder Priester/innen.
Ihnen widmen Regula Engeler (geboren 1973, aufgewachsen in St.Gallen, lebt in Gais und Berlin) und Jochen Heilek (geboren 1972, lebt in Berlin und Gais) ihre künstlerische Feldarbeit. Sie scheuen sich nicht vor kritischen Fragen und phantastischen Projektionen, die etwas von einer elementaren Welt veranschaulichen, die scheinbar nicht sichtbar ist.
Aurelio Kopainig (geboren 1979, aufgewachsen in Speicher AR und Brunnadern SG, lebt heute in Berlin und Buenos Aires)
geht in seinem künstlerischen Beitrag missionarischen und kolonialistischen Aspekten samt heutigen Ausformungen nach.
Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag: 12.00 bis 17.00 Uhr
Donnerstag
: 12.00 bis 20.00 UhrAmt für Kultur des Kantons St.Gallen
Bild oben: Ausschnitt von Typen von Meta-Proto-Elementarer-Materie aus einem Buch über Alchemie und das Sehvermögen
Bild Mitte: Regula Engeler / Jochen Heilek, Projektion einer scheinbar nicht sichtbaren Welt
Bild unten: Aurelio Kopainig, o.T., 2010 (aus: Crop Culture)