Gallusjubiläum  - St. Gallen - Schweiz
 
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Walahfrids Gallusleben
Geschrieben 833/34
Die für ein Jahrtausend gültige lateinische Fassung


St.Gallen, Stiftsbibliothek, Handschrift Nr. 562, S. 2-92
Mit Wettis Überarbeitung gaben sich die St. Galler Mönche bald nicht mehr zufrieden. Sie erteilten Wettis einstigem Schüler, dem inzwischen berühmt gewordenen, am kaiserlichen Hof wirkenden Dichter und Gelehrten Walahfrid Strabo († 849), den Auftrag, eine neue Vita zu verfassen. Das Werk entstand 833/34, als Walahfrid vom Hof zeitweilig an den Bodensee zurückgekehrt war.

Walahfrid gab dem Gallusleben seine vollendete Form und dem Text eine schöne Gestalt. Was die Zuverlässigkeit betrifft, kann man dort, wo ein Vergleich mit der ältesten Vita möglich ist, feststellen, dass Wetti wie Walahfrid deren Inhalt getreu wiedergeben, Walahfrid im Einzelnen aber sich als der Genauere erweist.

Für die Zeitgenossen und für spätere Generationen bildete Walahfrids Werk die gültige lateinische Fassung des Galluslebens, eine Art ‹Schöpfungsurkunde des Klosters St.Gallen› (Walter Berschin). Während Wettis Fassung und erst recht die Vita vetustissima in Vergessenheit gerieten, wurde Walahfrids Gallusvita immer wieder abgeschrieben; sie ist in mindestens 75 erhaltenen mittelalterlichen Abschriften überliefert.

Die lateinische Gallusvita von Walahfrid Strabo, erstmals mit vollständiger deutscher Übersetzung
Eine Publikation der Stiftsbibliothek St.Gallen

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